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Ratschläge zur Selbstdiagnose

Für einen inhaltsreichen Verkehr per Telefon oder E-mail müssen wir das Modell Ihres Apparats kennen. Das kann man in der Regel auf dem Aufkleber, der auf der Festplatte nach dem Wort MODELL ist, lesen.

Z.B., auf dem Aufkleber steht:
HITACHI Deskstar – das ist kein Modell, das ist eine Handelsmarke, man muss tiefer anschauen:
MODEL: HDS722580VLSA80 – das ist das Modell der Platte.

Nach dem Namen des Modells können wir sofort bestimmen, dass das Hitachi Deskstar, 7200 U/min, 80 GB ist. Viele Plattenmodelle haben die nur für sie typischen Probleme; unsere Erfahrungen lassen uns sie feststellen.

Alle Probleme können in logische, elektrische und mechanische eingeteilt werden. Sie haben verschiedene Kennzeichen. Mit Hilfe folgender Tabelle können Sie selbstständig feststellen, was passiert ist.

Typ des Defektes

1. HDD dreht sich nicht

Startet der Computer?
Nein
Schlechter Kontroller
Ja
Gibt die Platte von sich
ungewöhnliche Töne beim Starten? »»
Nein
Ein elektrisches Versagen
Ja
Ein mechanisches Versagen

2. HDD dreht sich

Köpfe klopfen »»
Ja
Schaden der Köpfe
Nein
HDD rekalibriert sich »»
Nein
Die Bedininformation ist beschädigt
Ja
HDD wird von BIOS erkannt
Nein
Die Bedininformation ist beschädigt
Ja
HDD ist logisch lesbar
Nein
Die Bedininformation ist beschädigt
Ja
Smart-System zeigt OK an
Nein
Schlechte Sektoren
Ja
Logische Probleme



Tiefer können Sie über Kennzeichen logischer Probleme und eine kurze Beschreibung ihrer wahrscheinlichen Ursachen lesen:

Beim Starten werden alle Einrichtungen erkannt, aber OS startet nicht
  • Der Computer versucht von einer Einrichtung zu starten, an der es keine Systemdateien gibt, z.B., ins Laufwerk ist eine leere Diskette oder in CD-Driver ist eine unladefähige CD-Diskette eingesetzt, aber in BIOS-Einstellungen werden keine Alternativwege für Starten angewiesen.
  • Es sind Systemdateien im Originalordner gelöscht oder beschädigt. Dabei sind alle andere Informationen verfügbar. Man muss die Platte einem anderen Computer mit einem intakten OS anschließen, dann sind die Dateien kopierbar. Versuchen Sie in dieser Situation nicht, das System nachzuinstallieren oder beliebige Programme, die den Inhalt der Platte ändern könnten (Partition Magic, NDD, fdisk, format u.a.) zu verwenden, bis die nötige Dateien auf einen anderen Träger kopiert werden.
    Beim Anschluss der Platte einem anderen Computer darf man keinesfalls automatisches Starten des Programms Checkdisk und ähnliche Programme zulassen!!! Bei der Festlegung Windows 2000 und Windows XP starten sie automatisch nach dem Vorschlag, Platten zu prüfen, wenn Sie im Laufe von 10 Sekunden auf keine Taste klicken; deshalb müssen Sie unbedingt nah sein und den ganzen Festlegungsprozess bis zu Ende überwachen!!!
  • Die Systemplatte ist formatiert. Beim Anschluss einem intakten System bestimmen Sie, dass die Platte lesbar ist, aber es gibt darauf nichts. In dieser Situation ist es möglich, die Daten mittels spezieller Dienstprogramme wiederherzustellen.
    Wir raten Ihnen niemals die Dienstprogramme zu benutzen, die Veränderungen auf einer Originalplatte schaffen – das kann nachfolgende Arbeiten verkomplizieren oder sogar eine nichtumkehrbare Wirkung tun!!! Man darf nicht die Daten auf denselben Träger wiederherstellen!!! Man darf nicht Undelete und NDD benutzen!!!
  • Bootsektoren des Dateisystems sind beschädigt. Das kann wegen der Stromausfälle, einer instabilen Funktion des Systemblocks, eines Virenangriffs oder wegen einer inkorrekten Einsetzung des Operationssystems passieren (z.B., in die Liste ist Wartungsarbeit BigLba in Windows für die Platten grösser als 128 GB nicht eingeschlossen). Die Daten werden mittels spezieller Dienstprogramme wiederhergestellt.
  • Eine inkorrekte Beendigung oder ein Fehler beim Lauf eines Dienstprogramms wie PQ Partition Magic während der Manipulationen mit Abschnitten ( Maßveränderung, Verschiebung, Veränderung des Typs des Dateisystems u.a.).
  • Schaden der Oberfläche in Systemsektoren ( Tabelle der Abschnitte, Boot Record, Tabellen der Dateizuordnung, Originalordner u.a.).
OS startet, aber einige Ordner oder Dateien sind für Lesen unzugänglich
  • Der Inhalt der Ordner ist beschädigt, bzw. ist es unmöglich, ihn zu interpretieren. Das kann passieren, wenn eine Datei inkorrekt gespeichert wird und Kreuzketten der Gruppen entstehen. Es könnte dazu führen, dass der Inhalt dieser Datei beim Speichern entweder an eine andere Datei oder an den Inhalt eines anderen Ordners übergeschrieben werden könnte.
  • Der Inhalt des Ordners kann man lesen, aber nicht ganz. So kann es passieren, wenn einer der Sektoren des Ordners unlesbar ist (Oberflächendefekt); oder es gibt ein leeres Speichern, die als eine Mitteilung, dass es in diesem Ordner nichts mehr gibt, interpretiert wird; oder die richtige Kette FAT fehlt für einen großen Ordner, in dem es viele Speichern gab.
  • Es kann auch möglich sein, dass der Nutzer kein Verwaltungsrecht für das Lesen dieses Ordners hat ( es ist möglich im NTFS-Dateisystem). Das kommt oft nach der Systemwiederherstellung vor, wenn der alte Profil des Nutzers unzugänglich wird.
  • Der Inhalt konnte zufällig oder mit Absicht gelöscht werden.
Einige Dateien werden nicht geöffnet
  • Die Datei ist inkorrekt mittels einer Anwendung geschlossen worden und ihr Inhalt ist teils beschädigt.
  • Es sind die Daten von einem teils geschädigten Abschnitt auf denselben Abschnitt wiederhergestellt worden.